Im Gespräch mit Regierungsrätin und AXPO

Besuch bei Regierungsrätin Susanne Hartmann, Bau- und Umweltdepartement des Kantons St.Gallen am 15. Juni 2026

Vor den Sommerferien durften Peter Boppart und Martin Angehrn bei Regierungsrätin Susanne Hartmann und zwei ihrer Amtsleiter vorsprechen. Die Regierungsrätin machte klar, dass sie den Auftrag von Bern, vom Volk und vom Parlament ernst nehme und die Bearbeitung der Eignungsgebiete durch die Projektpartner begrüsse und unterstütze.

Wir mussten feststellen, dass Frau Hartmann der Windkraft überaus positiv gegenübersteht und kritischen Sichtweisen kaum Raum gibt. Positiv war die Rückmeldung, dass jegliche Umweltthemen in den verlangten UVP-Gutachten sicherlich sehr sorgfältig geprüft würden. Das ist allerdings erst bei den Eingaben der Baubewilligung der Fall und vorab würden hier keine Aufwände betrieben. Ebenfalls durften wir die Aussage zu Protokoll nehmen, dass wenn die Gesamtleistung bei einer Baueingabe des Windparks nur wenig über der Untergrenze für einen Sondernutzungsplan von 20 GWh pro Jahr zu liegen käme, diese Berechnung auch sorgfältig geprüft und überprüft würde.

Das Planungsinstrument der Sondernutzung, bei der alle umweltrelevanten Themen wie Landschaftsschutzgebiet, Geotop, Wasserschutzzonen, Flora und Fauna und anderes mehr zwingend geprüft werden müssen, ist nur zulässig, wenn mindestens drei der vier projektierten 5,5 MW-Anlagen aufgestellt werden können.

Am 24. Juni 2026 haben wir Vertreter der AXPO auf den Tannenberg gebeten, um uns auszutauschen.

Wir haben ihnen die detailliert aufgearbeiteten Schutzthemen aufgezeigt, welche sie teilweise nicht im Detail kannten. Ebenfalls haben wir klar die Axpo-Propaganda kritisiert, in der teilweise mit Halbwahrheiten gearbeitet wird. Dazu verweisen wir auf das Beispiel unter «Energiewahrheit» auf unserer Webseite.

Die Verlängerung der Messdauer mit dem Messmasten beim Andwiler Moos lässt vermuten, dass kaum grosse Windmengen gemessen wurden. Die zusätzlich aufgestellten LIDAR-Windmessungen im Wald bei der Grasrütiwies wurden dann verzögert doch noch öffentlich kommuniziert. Diese diene dazu Windmessungen über der Höhe des Messmastes zu erfassen. Wo die Axpo-Leute hellhörig wurden, war beim Thema Wasser (Wasserschloss Tannenberg); sie bestätigten, dass auch sie Quell- und Grundwassergebiete als sehr schützenswert erachten. Die Axpo-Leute versuchten, uns zu einer Kooperation für geeignete Standorte am Tannenberg zu gewinnen, was wir ausschlagen mussten… Wir werden die Axpo im Herbst voraussichtlich wieder empfangen und mit weiteren, neuen Fakten konfrontieren. Immerhin positiv ist es, dass die Axpo das Gespräch mit dem Verein Pro Tannenberg annimmt.